Am grünen Rand der Welt (2015)
Far from the Madding Crowd

Am grünen Rand der Welt

Rezensionen des Filmes

Als Thomas Vinterberg vor zwanzig Jahren "Das Fest" und damit den ersten dogma95-Film präsentierte, ahnte er wohl nicht, dass er mal klassische englische Literatur des 19. Jahrhunderts nach ganz herkömmlichen Standards verfilmen würde. "Far from the Madding Crowd" ist der Titel des verfilmten Romans von Thomas Hardy von 1874 und auch der Originaltitel des Streifens. Leider ist von der erhofften gnadenlosen Direktheit des dogma-Regisseurs bei der Bearbeitung des ebenfalls unbarmherzigen Stoffes von Hardy nichts zu spüren – die Kanten sind geglättet, der Film wirkt seicht. Die zweifellos atemberaubenden Naturaufnahmen und der Versuch, eine unabhängige und selbständig denkende Frau in den Mittelpunkt zu stellen, sprechen für den Film. Das versteckte Potenzial des Regisseurs und des Stoffes bleiben leider dennoch in der Versenkung. [mehr..]
Veröffentlicht: 29.07.2015
4/10
Quelle: Filmtipps
Ein perfekter Sommerfilm für alle, die auf der Suche nach Abwechslung von den üblichen Sommer-Blockbustern sind und sich dabei mal in einem dunkeln Kinosaal abkühlen wollen. [mehr..]
Veröffentlicht: 22.07.2015
8/10
Quelle: Echo
Thomas Vinterberg verfilmt Thomas Hardy, und Carey Mulligan brilliert als starke Frau zwischen drei Verehrern. [mehr..]
Veröffentlicht: 16.07.2015
Quelle: SpielFilm
Thomas Hardys schillernder Roman "Am grünen Rand der Welt" gilt als seine einzige Komödie, in ihr widmet er sich raffiniert den konventionellen Vorstellungen von Romantik und Geschlechterrollen. In der Handlung folgt Thomas Vinterbergs Verfilmung dem Roman weitgehend: Der Schäfer Gabriel Oak (Matthias Schoenaerts) verliebt sich in die hübsche Bathsheba (Carey Mulligan), sie weist ihn zurück, einige Schicksalsschläge später treffen sie erneut aufeinander, sie besitzt den Hof, auf dem Gabri. [mehr..]
Veröffentlicht: 13.07.2015
6/10
Quelle: Filmstarts
Ein viktorianischer Romancier und ein dänischer Regisseur aus der Dogma-95-Bewegung - das ist keine auf den ersten Blick offensichtliche Paarung. Aber der Filmemacher Thomas Vinterberg hat mit Thomas Hardy, dem Autor von Klassikern wie „Jude the O... [mehr..]
Veröffentlicht: 09.06.2015
8/10
Liebeschaos im englischen Idyll. Thomas Vinterberg hat im besten Fall einen Film über die Wirrungen der Liebeskommunikation gedreht.
Bathsheba Everdene (Carey Mulligan) ist eine ganz besonders moderne Frau; natürlich in der Retrospektion, bezogen auf die englische Provinz im 19. Jahrhundert – und da stellt sich gewiss gleich die Frage, was diese spezifische Modernität sein soll, dass sie uns heute interessieren darf. Führt sie – gemessen an ihrer Zeit – einfach nur ein außerordentlich emanzipiertes Leben, im Sinne einer sozialen Unabhängigkeit vom Mann und einer Rutsch-mir-den-Buckel-runter-Attitüde gegenüber den Verhaltenscodes der Zeit? Ein solcher historisierender Blick in eine sich wandelnde Vergangenheit ist uns geläufig: schlichte Repräsentation sozialer Standards, in die sich deren Negation hineinschiebt; man kann auch als Frau wie ein Mann im Sattel sitzen. Es gibt Momente in Am grünen Rand der Welt, in denen man den Eindruck bekommen kann, dass sich alles um genau dieses einfache Modell dreht, das – man sollte es dazusagen – so einfach ja dann doch nicht sein kann. In der Eröffnungsszene reitet Bathsheba durch die südenglische Landschaft, mal durch den Wald, mal an den Klippen entlang, mal schneller, mal langsamer, ohne konkrete Richtung, dafür durch alle möglichen Lichtstimmungen hindurch, mal tagsüber, mal mitten in der Nacht; die kurvige Streicher-Musik hält das alles irgendwie zusammen, und im Hintergrund darf sogar ein Regenbogen in den Himmel schießen. [mehr..]
Veröffentlicht: 01.06.2015
 
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