Kolyma (2017)
Kolyma: Road of Bones | 86 minuten | FSK ab 12

Kolyma
Kolyma
Dokumentation
Kinostart: 01.11.2017 (Deutschland)
Regie: Stanislaw Mucha
Darsteller: Stanislaw Mucha
Drehort: Deutschland, Russland

Inhaltsangabe - Kolyma

Kolyma: tiefster und bitterkalter Nordosten Sibiriens. In der Stalin-Ära wurden hier Millionen von Menschen unter schrecklichsten Bedingungen in Arbeitslager gesperrt und schürften nach Gold. Unzählige ließen ihr Leben. Für Beerdigungen gab es keine Zeit, die Leichen wurden oftmals nur am Rand der 2.000 km langen Kolyma-Straße verscharrt. Sie gilt als der längste Friedhof der Welt. Filmemacher Stanislaw Mucha unternimmt einen waghalsigen Roadtrip durch Kolyma. Von der Hafenstadt Magadan reist er nach Jakutsk, der kältesten Großstadt weltweit. Auf der Route der Gefangenen sucht er im Land von Gold und Tod nach dem Leben heute: Kann man dort lieben, lachen oder glücklich sein? Wie erzieht man die Kinder? Wie verdient man Geld, singt oder stirbt? Seine Begegnungen mit überraschend offenen Menschen ergeben das lebendige Porträt einer Region- immer im Schatten der Vergangenheit, die dort unwiderruflich festgefroren zu sein scheint.

Videos - Trailers

Rezensionen - Kolyma

  • Filmrezension.de
    Pünktlich zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland kommt ein Dokumentarfilm in die Kinos, der die verdrängte Seite des Gastgeberlandes wiedergibt. "Kolyma" ist nicht nur ein Fluss im äußersten Nordosten des Landes, sondern auch eine Fernstraße wird so genannt, in einer unwirtlichen Region; Moskau ist hier sehr weit entfernt. Der polnische Regisseur Stanislaw Mucha ("Absolut Warhola"), der in Deutschland lebt, widmet sich im Film dem Gebiet, in das viele Strafgefangene verschleppt wurden: Hier standen Gulags. Mucha trifft Ex-Lagerinsassen sowie Menschen, die sich um die Aufarbeitung der Vergangenheit kümmern, und in der Region Lebende. Sie sprechen von Stalin, Putin und haben ihre Meinung zu den Herrschenden. Alle eint die Aussage, die Fernstraße sei eine "Straße der Knochen", da sie von den Häftlingen errichtet worden war. Ihr Bau sorgte für Tote, unter ihr liegen Tote. Der Film zeigt, dass das Vergangene in die Gegenwart hineinragt. [mehr..]
    8 / 10
    Veröffentlicht: 12.06.2018
  • epd Film
    Stanislaw Mucha ist in seiner Doku die »Straße der Knochen« in Nordostsibirien, die von Gulag-Häftlingen erbaut wurde, entlanggefahren. Heraus kam das mosaikartige Porträt einer Gegend, ihrer Vergangenheit und Gegenwart [mehr..]
    8 / 10
    Veröffentlicht: 25.05.2018
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