Ben X (2007)
90 minuten | FSK ab 12

Ben X
Ben X
Drama
Kinostart: 26.08.2007 (Weltpremiere)
Regie: Nic Balthazar
Darsteller: Greg Timmermans, Laura Verlinden
Drehort: Belgien, Niederland

Inhaltsangabe - Ben X

Ben ist ein Held. Aber leider nur in der virtuellen Realität seines Onlinespiels "Archlord". Denn gemeinsam mit seiner Internetgefährtin Scarlite stellt er sich hier der dunklen Seite und trotzt einfach jeder Gefahr. Doch in der wirklichen Welt sieht alles ein bisschen anders aus. Hier ist Ben kein Held, sondern geht jeden Tag von neuem durch die Hölle. Aber als Ben schon fest entschlossen ist, einfach alles zu beenden, kommt ihm überraschend ein Mädchen zur Hilfe. Und diese ist keine Geringere als Scarlite.

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Rezensionen - Ben X

  • Mann Beisst Film
    (Belgien / Niederlande, 2007)

    Start: 08.05.2008

    „Du kannst kein Endgame spielen, ohne deine Heilerin…“

    Kinder können Bastarde sein. Jugendliche sowieso. Ihre sadistische Kreativität kennt keine Grenzen und kein Halten. Ob das Zitat von Thomas Hobbes stimmt, dass der Mensch des Menschen Wolf ist? Es gibt Momente, da könnte man nicht widersprechen, mag man noch so viel Rousseau gelesen haben. Mitleid als natürliche Begabung? Selten so gelacht!
    Allerdings könnte man auch dem französischen Philosophen zustimmen, wenn er behauptet, dass der Mensch seinen Sadismus erst in der Vergesellschaftung voll entfaltet und auslebt. Aber da es im Grunde nichts gibt, was außerhalb des Gesellschaftlichen existiert (auf so viel Soziologismus wollen wir uns einfach mal einlassen), wird diese Beobachtung sowieso obsolet.
    [mehr..]
    5 / 10
    Veröffentlicht: 21.05.2008
  • critic.de
    Das Online-Multiplayer-Spiel „Archlord“ ist für den 17-jährigen Ben (Greg Timmermans) Zufluchtsort. Der leicht autistische Junge, der in der Schule auf sadistische Weise gehänselt wird, beginnt jeden Tag damit, den Computer anzuschalten und seine Spielfigur von Schlacht zu Schlacht zu führen. Er spielt, wie er aus dem Off betont, auf Level 80, sein zweites Leben funktioniert im Gegensatz zum ersten problemlos. Der Film vermischt drei Ebenen: zunächst die Computergrafik des Online-Spiels, dann die subjektiv aus Bens Sicht gefilmte Realität, in der schnelle Zooms auf Details in den Gesichtern der Mitmenschen und eine offensive Handkamera die Trennlinien zwischen ihm und seiner Umwelt deutlich machen, und schließlich Sequenzen aus einem vermeintlichen Dokumentarfilm. Darin blicken seine Mutter (Marijke Pinoy), sein Lehrer und ein Psychologe als Interviewte auf die Geschehnisse zurück – und deuten allesamt eine noch kommende Katastrophe an. Es wird immer erst etwas unternommen, wenn es zu spät ist, lautet hier das – vielleicht zu sehr betonte – Mantra.  [mehr..]
    Veröffentlicht: 30.04.2008
  • Filmstarts
    Realität, Fiktion und Virtualität: Schlagwörter, die in der heutigen Zeit von programmierbaren Orten zunehmend mehr an Bedeutung gewinnen. Und das Medium Film als Projektion einer meist fiktionalen Wirklichkeit beschäftigt sich seit jeher mit dem... [mehr..]
    5 / 10
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  • SpielFilm
    Im Jahr 2002 veröffentlichte der belgische Autor, Moderator,Film- und Kulturjournalist Nic Balthazar , den Roman „Nichts war alles was ersagte“,  inspiriert von dem wahren Falleines Jugendlichen, der, unter einer leichten Form des Autismus leidend, vonseinen Mitschülern virtuell gemobbt und in den Tod getrieben wurde. Kurze Zeitspäter adaptierte er den Roman für die Bühne – nahezu 250 Mal wurde das Stückaufgeführt und kaum war der letzte Vorhang gefallen, wurde eine Verfilmung . [mehr..]
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  • KultHit
    Ben X – ein hervorragend gespieltes Drama, welches in den heutigen Zeiten mehr als möglich erscheint. Es zeigt einen autistischen Jungen, der leidend unter dem Egoismus und der Kälte der heutigen Zeit versucht, sich mittels virtueller Gewaltphantasien eine eigene Welt zu erschaffen, in der er respektiert wird. Sehr tiefgründig wird das am Verhalten seiner Mitschüler und der Hilflosigkeit der Lehrer dargestellt. Ein Video, das Bens Mitschüler ins Netz stellen, in welchem er gezwungen wird seine Hose herunter zu lassen, zeigt die teilweise zerstörerische Grenzenlosigkeit der Medien. [mehr..]
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