Shutter Island (2009)
148 minuten | FSK ab 16

Shutter Island
Shutter Island
Drama
Mystery
Thriller
Kinostart: 13.02.2010 (Weltpremiere)
Regie: Martin Scorsese
Darsteller: Leonardo DiCaprio, Mark Ruffalo, Sir Ben Kingsley, Emily Mortimer, Max von Sydow, Michelle Williams
Drehort: USA

Inhaltsangabe - Shutter Island

Als es der geistesgestörten Mörderin Rachel Solando gelingt, aus der psychiatrischen Anstalt auf Shutter Island zu fliehen, in der sie untergebracht war, schickt man die US-Marshals Teddy Daniels und Chuck Aule, um die Flüchtige zu finden. Kaum auf der Insel angekommen, stoßen die beiden Beamten jedoch auf eine Mauer aus Schweigen und Ablehnung und immer neue Geheimnisse. Und so wird vor allem für Daniels die Suche nach der Wahrheit schon bald selbst zu einem Kampf gegen den Wahnsinn.

Rezensionen - Shutter Island

  • Cineclub
    In Martin Scorseses Shutter Island braut sich das Unheil nicht erst langsam zusammen, sondern die Hauptakteure [mehr..]
    7 / 10
    Veröffentlicht: 24.03.2012
  • ndr.de
    Es ist bereits die vierte Zusammenarbeit zwischen Martin Scorsese und Leonardo DiCaprio. Der Film weiß durch die Intensität der Inszenierung und durch die tollen Schauspielerleistungen zu überzeugen [mehr..]
    Veröffentlicht: 24.02.2010
  • critic.de
    Dem Zuschauer gibt die Romanverfilmung nicht nur auf der Plotebene arithmetische Rätsel auf.  Je nach Gewichtung von Pluspunkten und Abzügen wird man Shutter Island endgültig bewerten. Ein wichtiger Film dieses Jahres und ein Prunkstück auf der Berlinale ist er bereits. Misst man den Perfektionisten Scorsese jedoch an seinen Meilensteinen, lässt sich Ähnliches wie bereits bei The Departed beobachten und konstatieren. Auch dort fügte der Amerikaner dem asiatischen Original Infernal Affairs (Wu jian dao, 2000) einiges hinzu. Mit dem Resultat, einen guten Film vorzulegen, der allerdings nicht an das Ausgangsmaterial heranreicht. Ähnlich geht es ihm nun mit der äußerst konzentrierten Lehane-Vorlage. Ihr entlehnt er die dreiviertelseitige Episode über ein Massaker während der Befreiung Dachaus, das eigentlich Auschwitz ist, um sie in Teddys Alptraumrepetitorium einzuflechten. Das sprengt den überladenen Rahmen endgültig. [mehr..]
    Veröffentlicht: 16.02.2010
  • Filmstarts
    Der Vorhang ist gelüftet und eine der scheinbar kuriosesten Studioentscheidungen der jüngeren Geschichte bekommt seine Auflösung. Was war passiert? Der US-Major Paramount Pictures hatte den Start seines heißen Oscar-Kandidaten „Shutter Island [mehr..]
    7 / 10
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  • SpielFilm
    Je besser mir ein Film gefallen hat, umso schwerer fällt es mir, anschließend eine Kritik zu schreiben. Die Kritik zu "Shutter Island" ist mir allerdings gleich doppelt schwer gefallen: Zum einen, weil die nach "Gangs of New York", "The Aviator" und dem Oscargekrönten "The Departed" vierte Zusammenarbeit von Martin Scorsese und Leonardo Dicaprio wirklich gelungen ist, zum anderen weil eine Vermeidung von Spoilern in diesem Fall so kompliziert wie wünschenswert ist - der Thriller funktioniert. [mehr..]
    Veröffentlicht: 00.00.0000
  • KultHit
    Es gibt zwei Phasen im filmischen Schaffen des amerikanischen Regisseurs Martin Scorsese: die vor-Leo-Phase und die Leo-Phase. Mit "Shutter Island" hat die Leo-Phase ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Warum sich der Kult-Regisseur, der im Gespann mit dem Schauspieler Robert de Niro mit Filmen wie "Taxi Driver", "Raging Bull" und "Casino" Meilensteine der Filmgeschichte schuf, ausgerechnet Leonardo di Caprio ("Titanic", "Aviator", "Departed - Unter Feinden") als neue "Muse" erwählte, bleibt ein Rätsel. Zumindest für eingefleischte Fans der vor-Leo-Phase.  An den schauspielerischen Fähigkeiten di Caprios kann es nicht liegen, die sind nach wie vor begrenzt. Und nur an den gemeinsamen italienischen Wurzeln auch wohl kaum. Vielleicht glaubt Scorsese tatsächlich, dieser Schauspieler, der eigentlich eher ein Darsteller ist, sei der kongeniale Umsetzer seiner Filmideen - vielleicht hat das Ganze aber auch irgendwie mit Hollywood zu tun. Scorsese, der einstige New Yorker Kultfilmer, ist schon lange im Mainstream und seinem Schielen nach dem Kassenerfolg angekommen.Die Hinwendung zur großen Hollywood-Geste muss ja nicht unbedingt schlecht sein - wenn sich die Regie nicht nur auf handwerkliche Perfektion und billige Showeffekte verlässt, sondern gute, plausible Plots spannend in Szene zu setzen weiß. Genau das jedoch gelingt Scorsese nur bedingt. Sicher, inszeniert ist das alles perfekt, auf Hochglanz poliert und exakt ausgetüftelt bis ins letzte i-Tüpfelchen. Die Kameraarbeit von Oscar-Preisträger Robert Richardson ("Aviator", "Inglourious Basterds") ist genial. Vor allem, wenn sich Film Noir-Atmosphäre ausbreitet, sorgen die düsteren Licht- und Schattenspiele in klaustrophobisch beklemmenden Raumsituationen für Suspense von Feinsten. Eine filmhistorische Verbeugung vor dem genialen Techniker Stanley Kubrick ("The Shining"). Entschließt sich Scorsese jedoch, den Horror- und Psychothriller-Regisseur heraus zu kehren, wird es nichts als billiger Klamauk auf hohem Niveau, der irgendwann nur noch anödet. Das nervte bekanntlich bereits in der vor-Leo-Phase im Scorsese-Thriller "Kap der Angst", dem einzigen schlechten Scorsese-Film mit Robert de Niro. In "Shutter Island" kommt zu allem Übel der unerträglich aufdringliche und bombastische Score hinzu, der unter Anleitung des musikalischen Chefkochs Robbie Robertson, Scorseses Hauskomponist der Leo-Phase, zusammen gebraut wurde. "Shutter Island" ist der nichtssagendste Scorsese-Film seit langem.Eine derart hollywoodesk aufbereitete Konfektionsware könnte eventuell Spaß machen, wenn der Plot a) stimmig wäre und b) ein Mindestmaß an Spannung bieten würde. Beides entfällt jedoch komplett. Inhaltlich ist das Skript nach einem Roman des Krimiautors Dennis Lehane eine wüste Mischung aus Psycho- und Polit-Thriller, Krimi und Gefängnisinsel-Drama (Alcatraz läßt grüßen...). Alles auf einmal geht aber nur selten gut, und den Holocaust als letzte Würze unter diesen Eintopf zu mischen, ist einfach nur geschmacklos. Weniger wäre da sicher mehr gewesen. Das Blödeste ist aber, dass ein halbwegs intelligenter Zuschauer recht früh spitz bekommt, wie hier der Hase läuft bzw. was es mit dem "U.S. Marshall" Leo auf sich hat. Di Caprio, dessen mimisches Können sich auf tiefe Sorgenfalten und angestrengte Gesichtsgrimassen reduziert, gönnt dem Zuschauer nicht das kleinste Fitzelchen wohligen Sich-Täuschen-Lassens. Daran können auch ein gewohnt dämonisch agierender Ben Kingsley ("Transsiberian", "Der Love Guru") als - fieser? -  Anstaltsleiter und ein böse guckender Max von Sydow ("Rush Hour 3", "Die Tudors") als vermeintlicher Arzt des Grauens nur wenig ändern. Schade. Ein Scorsese-Film ohne nervende "Muse" wäre mal eine nette Abwechslung. [mehr..]
    7 / 10
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